B1.3: Spezielle Benutzung von „studieren“.
Das Verb „studieren“ wird auf Deutsch anders benutzt als in vielen anderen Sprachen.
Wir benutzen „studieren“ nur, wenn es um das Studium an einer Universität/Fachhochschule geht.
„Ich studiere Biologie in Berlin.“ „Ich studiere Germanistik.“ Für alles andere nutzen wir „lernen“.
„Ich lerne Deutsch.“ „Ich lerne für die Prüfung.“ „Ich lerne in einer Sprachschule Deutsch.“ In Deutschland kann man einen Beruf nicht nur durch ein Studium an einer Hochschule oder Universität lernen. Man kann für viele Berufe auch eine sogenannte „Ausbildung“ machen.
Das sind vor allem Handwerksberufe und einfache Büroberufe.
Eine Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Man macht diese Ausbildung in einer Firma und die Firma bezahlt den „Auszubildenden“ in dieser Zeit auch ein Gehalt.
In dieser Zeit lernt man alles, was man in diesem Beruf wissen muss.
„Ich mache eine Ausbildung zum Maler.“ „Sie macht eine Ausbildung zur Sekretärin.“ „Er macht eine Ausbildung zum Bankkaufmann.“ Weibliche Berufsbezeichnungen / Gendern
Um aus einer allgemeinen bzw. maskulinen Berufsbezeichnung eine feminine Berufsbezeichnung zu machen, muss du lediglich ein „in“ anhängen.
der Tänzer – die Tänzer in der Sänger – die Sänger in der Lehrer – die Lehrer in Manchmal endet die Berufsbezeichnung auf „mann“. Hier tauscht du das „mann“ gegen „frau“ aus:
der Kaufmann – die Kauf frau Plural: Bildung
Der Plural wird mit Doppel-n + „en“ gebildet:
die Tänzeri nn en die Sängeri nn en die Lehreri nn en Plural: Gendern
Traditionell benutzt man die feminine Pluralform nur dann, wenn die Gruppe nur aus Frauen besteht. Sobald ein Mann dabei ist, benutzt man die maskuline Form.
Dadurch fühlen sich einige Frauen aber nicht repräsentiert bzw. ausgeschlossen.
In letzter Zeit sieht man deswegen häufig folgende Formen:
Tänzer:innen / Tänzer*innen / Tänzer_innen Aus rein grammatikalischer Sicht sind alle Formen FALSCH . Verstehe sie, nutze sie aber auf keinen Fall in einer Prüfung. Die grammatikalisch korrekte geschlechterneutrale Sprache sieht so aus:
die Tänzer und Tänzerinnen