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Wechselpräpositionen

Was sind Wechselpräpositionen?

Die meisten Präpositionen nutzen immer denselben Fall (meistens Dativ oder Akkusativ) , völlig unabhängig von der Handlung im Satz.

Die sogenannten Wechselpräpositionen nutzen Dativ und Akkusativ. Je nach Situation im Satz.

Zu den Wechselpräpositionen gehören: zwischen, auf, neben, vor, an, in, hinter, unter, über

Dativ oder Akkusativ?

Akkusativ:   Frage = Wohin?

Der Akkusativ wird verwendet, wenn eine Bewegung von A nach B stattfindet.

Dativ:   Frage = Wo?

Der Dativ wird benutzt, wenn man von einer Position/Ort (bzw. KEINER Bewegung von A nach B  spricht.)

Beispiele:

Beispiele Wechselpräpositionen
Genus deutsche Fälle

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Weiterführende Themen:

Alle allgemeinen Informationen rund um Präpositionen findest du unter: Präpositionen Allgemein.

Alles zur Bedeutung der lokalen Präpositionen findest du unter: Lokale Präpositonen.

Alles zu den Präpositionen, die sich auf die Zeit beziehen, findest du unter: Temporale Präpositionen.

Wie man Fragen mit Präpositionen bildet, findest du unter: Fragen mit Präpositionen.

Einige Verben nutzen eine Präpositionalergänzung: Verben mit Präpositionen.

Alle Präpositionen verlangen immer einen der vier Fälle: Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv.

Ich habe dir auch drei Listen erstellt mit Präpositionen mit Akkusativ, Präpositionen mit Dativ und Präpositionen mit Genitiv.

Empfehlung: Kostenloser Unterricht im Email-Grammatikkurs

  • Beni sagt:

    Hallo Jan

    Ich bin seit kurzer Zeit auch Nachhilfelehrer. Deine Seiten haben mir schon gute Dienste geleistet.

    Kannst Du mir bei folgender Problematik behilflich sein:
    Du schreibst, dass man bei den Wechselpräpositionen den Dativ verwendet, wenn man eine Frage mit „wo“ stellen kann und den Akk, wenn man eine Frage mit „wohin“ stellen kann. Ich denke das funktioniert so wunderbar. Z.B. Wo parkt Peter sein Auto? -> Dat. -> Peter parkt sein Auto auf dem Parkplatz.

    Allerdings denke ich, dass eben gerade ein Fremdsprachiger nicht weiss, ob er „wo“ oder „wohin“ verwenden soll um die Frage korrekt zu formulieren:
    1) Wo parkt Peter sein Auto?
    2) Wohin parkt Peter sein Auto?

    Wenn also der Fremdsprachige denkt, dass die Variante 2 richtig ist, wird er den Akk verwenden: Peter parkt sein Auto auf den Parkplatz.

    Da für einen Fremdspracheigen die Methode „Frage formulieren mit „wo“ oder „wohin“ nicht funktioniert, muss man ihm also eine alternative Regel beibringen. Bei der Suche bin ich auf folgende Regel gestossen:

    Bewegt sich etwas auf ein Ziel hin, verwendet man Akk, sonst Dat.
    Beispiel 1: Peter geht in die Schule. (Das Ziel ist die Schule. Und er bewegt sich auf dieses Ziel zu.)
    Beispiel 2: Peter rennt an dem Kino vorbei. (Das Kino ist nicht das Ziel, denn er rennt daran vorbei. -> Also Dat.)

    Aber diese alternative Regel funktioniert ja dann bei folgendem Satz auch wieder nicht:
    Beispiel 3: Peter parkt sein Auto auf … Parkplatz.

    Gemäss der alternativen Regel wäre der Parkplatz das Ziel und Peter bewegt sich zusammen mit dem Auto auf dieses Ziel zu. Also müsste man gemäss der alternativen Regel hier Akk verwenden, was ja falsch wäre.

    Zusammenfassung:
    Ich suche also eine Möglichkeit einem fremdsprachigen Schüler, der noch nicht im Ohr hat, ob eine Frage mit „wo“ oder „wohin“ gestellt werden muss, erklären zu können, weshalb der Satz „Peter parkt sein Auto auf dem Parkplatz.“ den Dativ verwendet und nicht den Akk.
    Wie würdest Du das Deinen Schülern erklären?

    Eine Antwort würde mich freuen.

    Gruss
    Beni

    • Jan von EasyDeutsch sagt:

      Hallo Benni,

      „parken“ ist da sicher ein interessanter Fall! Ich denke, der Punkt hier ist, dass der Parkplatz als Teil der Straße gesehen wird, die du somit nie verlässt. Da du aus grammatischer Sicht den Ort Straße nie verlassen hast und hast du somit keine Bewegung durchgeführt. Dasselbe Phänomen existiert übrigens auch bei „abstellen“ und „ablegen“, immer mit Dativ bei Wechselpräpositionen. Die funktionieren mit der Standard-Regel nicht zu 100%. „Abstellen“ und „ablegen“ noch viel weniger als „parken“. Allerdings haben sie eins gemeinsam, die Position, WO ich das Auto parke und WO ich etwas abstelle bzw. ablege, ist im Fokus!

      Ich denke auch, ich werde deine Anregung zur Erklärung mit dem Ziel übernehmen, ich hatte zwar selber noch keinen Schüler, der den Unterschied zwischen wo und wohin nicht verstanden hat, aber es ist dann noch wie ein zusätzlicher Hinweis!

      Ich habe deinen Kommentar übrigens korrigiert. Du ahst ein paar mal den Akkusativ und den Dativ vertauscht gehabt!

      Vielen Dank wie immer für den ausführlichen Input und liebe Grüße
      Jan

      • Beni sagt:

        Hallo Jan,

        Danke für diese Erklärungsidee.
        Allerdings: Wie verhält es sich dann mit folgendem Satz:

        „Peter parkt sein Auto unter der Strassenlampe.“

        Ich hätte eine alternative Erklärungsidee für die folgenden Beispiele:

        1) Peter parkt sein Auto auf dem Parkplatz.
        2) Peter parkt sein Auto unter der Straßenlampe.

        Erklärungsidee:
        1) Der vom Verb „parkieren“ beschriebene Prozess des Parkens beginnt erst, wenn sich das Auto von Peter bereits auf dem Parkplatz befindet. (Wenn er also bereits am Zielort angekommen ist. Er ist bereits auf dem Parkplatz angekommen und stellt das Auto nur noch in die richtige Position.)
        2) Der vom Verb „parkieren“ beschriebene Prozess des Parkens beginnt erst, wenn sich das Auto von Peter bereits unter der Straßenlampe befindet. (Wenn er also bereits am Zielort angekommen ist. Er ist bereits unter der Lampe angekommen und stellt das Auto nur noch in die richtige Position.)

        Allerdings bietet diese Erklärung keinen Mehrwert für einen Fremdsprachigen:
        Dieser weiß ja nicht ob das Verb „parken“ nur den Prozess beschreibt, der dann abläuft, wenn sich das Auto bereits am Zielort befindet oder ob das Verb „parken“ auch die Bewegung zum Ziel hin erfasst. Natürlich kann man Ihm sagen „Schau, das Verb „parken“ beschreibt nur den Prozess, der abläuft, nachdem man bereits am Zielort angekommen ist.“ Dann muss er sich das für dieses spezifische Verb merken. Man könnte ihm aber genauso gut sagen: „Merke dir: parken + Wechselepräposition -> Dativ.“
        -> Keine dieser Erklärungen ist umfassender, sondern beide Erklärungen sind spezifisch. Der Fremdsprachige hat keine Lernersparnis.

        Gruss
        Beni

        • Jan von EasyDeutsch sagt:

          Ja, deine Erklärung funktioniert, aber wie du schon selber feststellst, ist sie für Nicht-Muttersprachler nicht wirklich zu gebrauchen… Mir ist bisher aber auch noch nichts besseres eingefallen! Bis dahin wird es nur helfen dem Schüler zu sagen: parken spielt leider nicht nach den Regeln!

  • Patrycja sagt:

    Guten Tag 🙂

    Ich möchte nur sagen/fragen wie ist das mit „über“. Dieses Beispiel habe ich nich verstanden. Wie ich das verstanden habe „fliegen“ bedeutet Bewegung so wie kann es möglich sein dass das mit Dativ verbunden ist? Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Jan von EasyDeutsch sagt:

      Hallo Patrycja,

      das Beispiel ist etwas missverständlich. Ich glaube, ich werde es in Zukunft ändern. „Fliegen“ kann auch imm Sinne von über etwas schweben benutzt werden. Der Unterschied zu schweben ist: Man bleibt an einer festen Stelle. Bei „fliegen“ bewegt man sich dann praktisch im Kreis oder zumindest nicht von A nach B. Deswegen kannes auch mit dem Dativ benutzt werden.

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